Geschichten

Pedro Olivas Traumabenteuer

Pedro Oliva, Wildwasser-Kajak-Abenteurer, erzählt von seinen liebsten Wasserabenteuern.

In den Jahren, in denen ich gereist bin und neue, lebendige Kulturen und Umgebungen kennengelernt habe, hatte ich zum Glück viele fantastische Erlebnisse.

Aber Wasserabenteuer sind etwas Besonderes. Für mich ist Wasser das Element, das mich mit Leben erfüllt. Im Meer baden, mit dem Kajak von Wasserfällen springen, mit einem Brett surfen oder einfach nur einen Kitesurfer im Wind bewundern – diese Augenblicke ziehen mich in ihren Bann und verleihen mir ein Gefühl des vollkommenen Friedens.

Unsere Ausrüstung zu diesen Orten zu transportieren, am Ufer anzuhalten und ins Wasser zu springen ist eine Art Therapie. Es verbindet uns mit der Natur.

Also, hier sind drei meiner Lieblingsabenteuer: Papua-Neuguinea, die Antarktis und Indien!


Papua-Neuguinea

Der Fluss Beriman in Papua-Neuguinea war das anspruchsvollste Abenteuer. Mit einer kleinen Gruppe von Kajakfahrern erkundete ich über 1000 Meter tiefe Schluchten – wahrscheinlich die riskanteste und gefährlichste Erfahrung meines Lebens.

Nach unserer Ankunft in Papua-Neuguinea verbrachten wir mehrere Tage damit, uns auf das vorzubereiten, was unser bisher anspruchsvollstes Abenteuer werden sollte. Ben Stookesberry, Chris Korbulic, Ben Marr und ich haben die erste und einzige Befahrung in der Geschichte des Beriman River unternommen, an einem der entlegensten Orte der Erde.


Wir saßen 13 Tage lang über 1000 Meter tief in einer Schlucht fest, ohne zu wissen, was vor uns lag. Wir fuhren Stromschnellen und Wasserfälle hinunter, mit dem ständigen Gedanken im Hinterkopf, dass wir uns vielleicht bald vom Leben verabschieden werden.

Die enorme Aufmerksamkeit und Anstrengung, die nötig war, um unter solch extremen Bedingungen am Leben zu bleiben, hat uns körperlich und geistig erschöpft. Wir bekamen Infektionen an den Füßen, verursacht durch Bakterien, welche die Haut auffressen und für wunde Füße sorgen. Wir sahen Tiere, welche die Wissenschaft noch nicht entdeckt hat, und trafen auf lokale Gemeinschaften, die in völliger Isolation leben. Mehrmals wurden wir mit dem Tod konfrontiert und mussten uns unseren innersten Ängsten stellen – alles vor dem Hintergrund einer atemberaubenden Landschaft.


Antarktis

Das aufregenden Meeresbewohner und die riesigen Gletscher der Antarktis machten diese Reise mehr als unvergesslich. Mit meinem Kajak von Eisberg zu Eisberg zu springen und neben riesigen und freundlichen Walen über das Meer zu gleiten, machte diese Expedition zu einem wahr gewordenen Traum.


Ich habe zehn Tage gebraucht, um den Ozean über die Drakestraße zu überqueren, dem Gewässer, das Südamerika von der Antarktis trennt. Wir blieben 45 Tage und erlebten vielfältige Abenteuer: Wir sprangen mit dem Kajak von Wasserfällen, überquerten das Meer, wanderten auf dem eisigen Kontinent, besuchten verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen und rutschten die riesigen Eisberge hinunter.

Die Antarktis ist der faszinierendste Ort der Erde. Man fühlt sich ganz klein angesichts der Unermesslichkeit und Kraft der Natur, sie weckt aber auch Respekt und Bewunderung für die Phänomene der Erde.


Indien

Wenn ich mich zwischen all meinen Wasserabenteuern entscheiden müsste, würde meine Wahl auf Indien fallen.

Im Herzen des Planeten Erde gelegen, hat Indien eine wunderbare Energie und verfügt über eine der freundlichsten Gesellschaften, die ich je kennengelernt habe. Ich nenne diesen Ort liebevoll das Herz der Welt.

Wir reisten mit dem Auto über 7000 km durch Indien und besuchten die bedeutendsten heiligen Stätte, bevor wir uns auf ein großes Abenteuer einließen: Wir fuhren Flüsse an der Grenze zwischen Indien und China hinunter. Auf unseren Reisen erlebten wir eine Mischung aus Abenteuer, Kultur und Spiritualität. Und von unserer Ankunft in der geschäftigen, lebhaften Stadt Neu-Delhi bis zu unserem Besuch des Taj Mahal und anderer heiliger Orte in Indien entwickelte ich langsam eine innige Verbindung zum Fluss Ganges.


Die Spiritualität, der Geruch von Räucherstäbchen und mein Kontakt mit diesem Symbol Indiens – dem riesigen Fluss Ganges – erfüllten mich mit Glauben und Hoffnung. Selbst an einem stark verschmutzten Ort an dem die schwersten Bedingungen herrschen, ist man immer noch von Lächeln umgeben. Ich hatte die Erkenntnis, dass eine Läuterung möglich ist und damit auch die Hoffnung auf eine bessere Welt.

An der Grenze zwischen Indien und China fuhren wir saubere, eisige Flüsse hinunter, umgeben von üppigen Wäldern. Menschen mit chinesischen Merkmalen gemischt mit indischen zu begegnen, war faszinierend. Eine großartige kulturelle Verschmelzung! Wir paddelten ohne zu viel Risiko auf herausfordernden Flüssen an atemberaubenden Bergen vorbei. Was für ein Gefühl, in diesen Gewässern zu paddeln! Es gab Tage auf dem Kajak mit sehr wenig Essen, aber einem enormen Gefühl der inneren Ruhe. Das Zelten in der Nähe der kleinen Hütten abgeschotteter Familien, die ein äußerst einfaches Leben in den Bergen lebten, gab mir ein Gefühl von großer Erfüllung.


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